Veröffentlicht in Ausflugstipps, München

Ausflugstipp: Walderlebnispfad Freising

Bäume, Klettern und Pizza

Heute war ein richtig schöner, sonniger Herbsttag, den wir zu einem Ausflug genutzt haben. Und zwar nach Freising zum Walderlebnispfad. Von München benötigt man mit dem Auto ungefähr 40 Minuten über die Autobahn. Der Walderlebnispfad liegt im Nordwesten Freisings. Das Auto-Navi findet das Ziel ohne Probleme, wenn man Plantage 2 eingibt (Adresse der dortigen Gaststätte).

Baumwurzeln auf Walderlebnispfad Freising
Baumwurzeln auf Walderlebnispfad Freising

Man kann direkt an der Gaststätte Plantage parken. Die Gaststätte hat einen sehr schönen Biergarten mit Selbstbedienung. Daneben befindet sich ein Spielplatz. Beides kann man vor oder nach dem Erlebnispfad nutzen.
Da wir mittags ankamen, haben wir uns erst in den Biergarten gestürzt. Sohnemann hatte Hunger. Er bekam Pommes, und die Eltern Pizza. Mir gefällt es , dass es im Biergarten auch mal Pizza gibt und nicht nur die typischen fettigen, fleischlastigen bayerischen Gerichte.

Den Eingang zu dem Pfad kann man leicht finden. Links neben der Gaststätte geht es an einer Infotafel los. Der breite Weg ist schattig und kinderwagengeeignet. 13 Baumartenstationen folgen nun, die mit spielerisch gestalteten Drehtafeln Informationen zu den Bäumen vermitteln. Zusätzlich sind 18 Stationen mit Klapptafeln vorhanden, die über heimische Sträucher informieren. 11 Holzklapptafeln stellen seltenere Bäume vor, die mir auch nicht geläufig waren.

Für kleinere Kinder, die noch keine Schautafeln lesen können, ist das Waldlabyrinth mit Weidentunnel am Anfang interessant. Der zentrale Spielplatz lädt zum Klettern ein. Da hat unser Sohnemann viel Zeit verbracht mit Rumkraxeln auf den Baumstämmen.
Den Barfußpfad haben wir leider übersehen. Zum Schluss gibt es noch eine Tier-Weitsprunganlage.
Der Walderlebnispfad ist ein Rundweg. Am Ende kommt man wieder an der Gaststätte an. Ganz praktisch, falls der Hunger ruft oder die Toilette.



Montags ist Ruhetag in der Gaststätte.

Anfahrt:

Auto:
A92 Deggendorf, Ausfahrt Freising-Ost. Dann Isarstraße und Mainburger Straße (in Richtung Haindlfing), links in den Wettersteinring, nächste rechts in die Haindlfingerstr., im Wald nach links, großer Parkplatz.

Bahn:
S1 Freising

Bus:
601/6001/617/618 Waldsiedlung

 

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Veröffentlicht in Alleinerziehend, München

Hilfreiche Adressen für Alleinerziehende in München

Gruppen und Seminare für Singlemums and -dads

Für alle Alleinerziehenden in München hab ich hier mal alle hilfreichen Adressen und Institute zusammengestellt. Gerade, wer erst frisch alleinerziehend ist, weiß oft nicht, wo es Hilfen oder Gleichgesinnte gibt.
Für Frauen, die schon in der Schwangerschaft alleine sind, gibt es sogar Geburtsvorbereitungskurse.

Alleinerziehend in München
Alleinerziehend in München

Geburtsvorbereitungskurse für Alleinerziehende

Beratungsstelle für
Natürliche Geburt und
Elternsein e.V.
Tel. (089) 550 678-0
Fax (089) 550 678-78
buero@haeberlstrasse-17.deHäberlstr. 17
80337 München
In der Häberlstraße gibt es auch FenKidkurse für Alleinerziehende mit Baby. So einen Kurs hab ich auch besucht. FenKid stützt sich auf die pädagogischen Konzepte von Maria Montessori, Emmi Pikler und Jesper Juul.


Dann gibt es den VAMV- Verband für alleinerziehende Väter und Mütter.
Der Verein bietet Beratung bei Scheidung, Trennung und Unterhalt. Und Treffs wie den Feier-Abend-Treff und das Wohlfühlcafé.

VAMV – OV München
Silberhornstr. 6
81539 München



Café Glanz
Sedanstraße 37
81667 München

Hier kann man andere Singlemums treffen.

allfa-m
allfa_m unterstützt allein erziehende Frauen aus ganz München in allen Lebenslagen und wendet sich an allein erziehende Frauen aller Nationalitäten.


Von der katholischen Kirche gibt es das Haus Dorothee in München. Das Angebote richtet sich an alle, nicht nur an Katholikinnen. Angeboten werden Seminare, Urlaube etc.
Z.B. gibt es jedes Jahr in den Pfingstferien eine 10-tägige Reise nach Natz in Südtirol. Wer knapp bei Kasse ist, kann einen Zuschuss beantragen. Ich war mit meinem Sohn an Pfingsten 2016 dabei. Hier lest Ihr meinen Bericht dazu: Urlaub in Natz

Außedem gibt es zahlreiche Wochenendseminare zu günstigem Preis am Schliersee oder dem Starnberger See.
http://www.alleinerziehende-programm.de/


Von der evangelischen Kirche in München werden ebenso Seminare, Freizeiten und Events angeboten für Alleinerziehende aller Glaubensrichtungen.
Besonders hat mir da der Tanzworkshop gefallen, der ungefähr zweimal im Jahr angeboten wird. Ich war zweimal dabei beim Biodanza in einem Tanzinstitut. Das freie Tanzen hat mir gut getan. Kinderbetreuung inklusive.

http://www.alleinerziehend-evangelisch.de/

Veröffentlicht in Kultur, Leben mit Kindern

Filmrezension: „Findet Dorie“

Ein dementer Fisch auf der Suche

Da mein Sohn (4) schon so ein großer Nemo-Fan ist, wollten wir uns den neuen Film „Findet Dorie“ nicht entgehen lassen. Wir haben uns den Film in 2D angesehen und nicht in 3D. 3D-Filme sind für kleine Kinder nicht geeignet. Ich wollte auch mal wieder ganz normal einen Film sehen ohne 3D-Brille.

Filmrezension "Findet Dorie"
Filmrezension „Findet Dorie“

Was ich aber etwas einfallslos finde ist, dass der zweite Film genauso heißt wie der erste: „Findet Nemo“ – „Findet Dorie“. Die Handlung ist leider auch so ähnlich wie die im ersten Film. Das enttäuscht doch sehr.
In „Findet Nemo“ sucht der Vater seinen verlorenen Sohn Nemo. In „Findet Dorie“ sucht der blaue, demente Fisch seine Eltern. Dabei helfen ihm Nemo und sein Vater Marlin. Sie schwimmen durch den ganzen Ozean. Dorie vergisst oft ihr Gedächtnis. Nemo und Marlin sind wichtige Wegbegleiter, die ihr immer in Sachen Erinnerung auf die Sprünge helfen. Das Ziel der Suche ist ein Großaquarium und Meeresforschungsinstitut in Kalifornien, wo Dorie mit ihren Eltern gelebt hat. Aber dort angekommen wird Dorie enttäuscht. Ihre Eltern leben nicht mehr dort. Der mürrische Oktopus Hank hilft Dorie bei der Flucht aus dem Aquarium.
Die TV-Moderatorin Anke Engelke leiht Dorie ihre Stimme, die dem Fisch die richtige Persönlichkeit gibt.

Leider ist „Findet Dorie“ nicht so lustig wie „Findet Nemo“, denn Dorie machen die eigenen Gedächtnislücken traurig. Der Film bekommt durch die Demenz der Hauptfigur eine unerwartete Ernsthaftigkeit. Nicht unbedingt passend für ein Publikum von Vorschulkindern. Ich hatte fast befürchtet, dass mein vierjähriger Sohn anfangen könnte zu weinen. Dass der Fisch Dorie seine Eltern nicht finden kann, ist für ein Vorschulkind schon eine traurige Sache.
Warum müssen so viele Animationsfilme nur so eine traurige, ernste Handlung haben, so dass man mit Kindergartenkindern sich das kaum ansehen kann? Gar nicht mit so kleinen Kindern ins Kino gehen?

Fazit: Mir persönlich ähnelt die Geschichte von Dorie zu sehr der Geschichte von Nemo. Das ist oft der Fall, wenn nach einem erfolgreichen Kinofilm mit einem Nachfolgefilm noch eins draufgesetzt werden soll. Geht oft daneben. „Findet Nemo“ war definitiv besser. Aber wer diese Fische mag, soll sich den Film ansehen.

Veröffentlicht in Alltagsgeschichten, Literatur

Buchrezension: „Was man Dir vor der Geburt nicht erzählte“

Der Warntipp für werdende Eltern

„Was man Dir vor der Geburt nicht erzählte“
„Was man Dir vor der Geburt nicht erzählte“

Wer das erste Kind erwartet, wird mit Ratschlägen und Tipps von anderen Eltern nur so bombardiert. Doch wie das Leben mit einem Baby wirklich aussieht, erfährt man erst nach der Geburt am eigenen Leibe.
Nicole Pustelny hat dies auf lustige Art und Weise in einem kleinen Büchlein mit dem Titel „Was man Dir vor der Geburt nicht erzählte“ dargestellt.

Die meisten Situationen daraus kommen mir als Mutter eines mittlerweile vierjährigen Sohnes sehr bekannt vor.
An meinen Haaren zog mein Sohn als Baby auch ganz gerne. Das war aber kein Grund für mich, die Haare abzuschneiden. Wenn mein Babysohn etwas geschenkt bekam, fand er die Verpackung oft interessanter als den Inhalt. Lustig, wie die lieben Kleinen so ticken.

Gutgemeinte Ratschläge

Und an diese ständigen Ratschläge und Tipps von fremden Leuten auf der Straße, wenn ich mit dem Kinderwagen unterwegs war, kann ich mich auch gut erinnern. Da war mein Sohn gerade ein paar Monate alt, und ich fuhr mit ihm mit der U-Bahn zum Fenkidkurs in die Innenstadt. Gerade Frauen geben gern ihr Halbwissen weiter, was Babys angeht. Schrie mein Kleiner in der U-Bahn, hieß es:“Er hat Hunger.“
Ich glaube, die Mutter selbst weiß wohl am Besten, warum ihr Kind schreit.
Oder ich sitzte draußen im Café mit leicht quengelndem Baby, und die Oma am Nachbartisch fühlt sich davon gestört und meint:“Sie müssen dem ein Mützchen aufsetzen.“ Im Aufzug bekam ich einen Kurzvortrag über krebserregende Stoffe im Schnuller von einer wahrscheinlich kinderlosen Frau, die mein am Schnuller saugendes Baby im Kinderwagen anstarrte. Irgendwann bin ich dann ausgerastet und meinte:“Halten Sie sich daraus!“
Merkwürdig, dass alle meinen, sie dürften Mütter mit kleinen Kindern belehren.

Wie wäre es, wenn wir mal „normale“ Leute ohne Kinder in der U-Bahn belehren wie z.B. „Oh sie sollten aber mal abnehmen. Das sieht nicht mehr gesund aus.“ Oder:“Sie gehen so komisch. Gehen Sie mal zum Orthopäden. Ich glaube, sie brauchen Einlagen.“

„Was man Dir vor der Geburt nicht erzählte“

All diese Merkwürdigkeiten, die man als junge Mama erlebt, hat Nicole Pustelny in ihrem Buch in Karikaturen dargestellt. Dabei sind die Babygesichter nicht süß und niedlich gezeichnet. Auch die Mamas und Papas haben nicht unbedingt symphatische Gesichter. Darin zeigt Pustelny ihren persönlichen Stil.

Fazit: Ein nettes Geschenk für Schwangere und junge Mütter

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Veröffentlicht in Gesellschaft, Leben mit Kindern

Das Kind als Knigge

Besseres Benehmen durch eigene Kids?

Besseres Benehmen durch eigene Kids?
Besseres Benehmen durch eigene Kids?

In der Gegenwart von unseren Kindern benehmen wir uns doch meist anders oder besser. Ich persönlich bemühe ich zumindest. Ich vermeide u.a. das Wort „Scheiße“, ich habe es komplett aus meinem Wortschatz verbannt und benutze es höchstens, wenn ich etwas ziemlich daneben finde oder mir ein großes Missgeschick passiert ist. Oder wenn mich etwas beim Autofahren aufregt. Und das aber nur, wenn mein Sohn nicht dabei ist. Dieses eigene Vermeiden von Schimpfwörtern hat mich mittlerweile so geprägt, dass es mir negativ aufstösst, wenn andere „Scheiße“ sagen.
Die Wörter „bitte“ und „danke“ sind wieder wichtig in Gegenwart des Kindes. Ist jetzt nicht so, als wenn ich vor meinem Kind kein gutes Benehmen gehabt hätte, aber jetzt achte ich doch bewusster darauf. Man will ja Vorbild sein.
Großes Gefluche im Auto lasse ich in Gegenwart des Kindes weg. Sohnemann plappert es sonst sofort nach mit seinen 4 Jahren.

Woran ich noch arbeiten muss ist das Thema Ordnung. Ich bin leider selbst nicht so wahnsinnig ordentlich. Meine Mutter ist schon dabei gescheitert, mir die Ordnung beizubringen. Alles kann man vielleicht nicht anerziehen, manches liegt wohl an den Genen oder der Persönlichkeit.
Ich komme z.B. aus einem Elternhaus, wo Ordnung, Pünktlichkeit, Sparsamkeit und Fleiß wichtige Werte waren. Dazu kam das früh ins Bett gehen und früh aufstehen. Ich bin die einzige in der Familie, bei der diese Werte nicht gefruchtet haben. Ich bin wohl resistent oder eben von Natur aus anders angelegt. Jedenfalls gehe ich gerne spät ins Bett und schlafe gerne länger, was nun mit Kind kaum noch möglich ist.

Nun bin ich gespannt, was für ein Mensch mein Sohn wird. Kommt er nach mir oder seinem ordentlichen Vater? Er kann sein, wie er will. Es heißt ja, dass Kinder von unordentlichen Müttern eher die Ordnung lieben. Kinder wollen ja meist das Gegenteil von dem sein, was die Eltern sind, aus Protest vielleicht auch.

Der Kinderknigge – Das kleine 1×1 für knifflige Situationen

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Veröffentlicht in Urlaub

Scarlino – Romantik auf dem Berg

Urlaub in der Toskana Teil 3

Blick von Scarlino bis zur Bucht von Follonica
Blick von Scarlino bis zur Bucht von Follonica

Sehenswert in der südlichen Toskana ist der süße Ort Scarlino mit rund 3800 Einwohnern. Man erreicht den idyllischen Ort mit dem Auto nur über Serpentinen, welche für so manchen deutschen Autofahrer schon eine Herausforderung sind. Die Straßen sind schmal in Bella Italia und oft voller Schlaglöcher.
Zum Glück wurden die Parkplätze den Bedürfnissen der Touristen angepasst. D.h. sie liegen meist am Ortsrand und sind groß genug für einen deutschen Mercedes oder BMW. Aber Parkgebühren muss man schon zahlen.

Von Touristen überfüllt ist Scarlino nicht. Wir waren fast die einzigen dort. Es geht erstmal nur die Treppen hoch.
Die zentrale Piazza des Ortes ist nach Giuseppe Garibaldi benannt, dem auch ein Denkmal gesetzt ist. Von dort verlaufen steile Gassen aufwärts zur Festung. Das Zentrum ist verkehrsberuhigt und hat noch den typischen Charakter einer mittelalterlichen Ortschaft. Ich fühlte mich wie in einer anderen Zeit. Der höchste Punkt von Scarlino ist das Kastell der Aldobrandeschi, von dem Wehrmauer, Palas und Ecktürme erhalten sind. Von innen konnten wir die Burganlagen nicht besichtigen. War leider geschlossen. Im Sommer sind dort immer Theateraufführungen. Die Aussicht von dort ist sehr schön in alle Richtungen. Ich habe die Ruhe und Stille an diesem Ort genossen. Wir waren die einzigen dort oben, saßen auf einer Holzbank in so einer Art offenen Beachbar, die geschlossen hatte. Bei gutem Wetter bietet sich eine weite Rundsicht bis auf die Bucht von Follonica.

Gespeist haben wir in der fast einzigen Pizzeria vor Ort. Das Schöne an Italien ist, dass auch Kinder in den Restaurants willkommen sind und niemand genervt ist.
Übernachten kann man in Scarlino nicht. Der Ort richtet sich eher an Tagesausflügler. Der Besuch lohnt sich.

Karte von Scarlino

Camping in der Toskana

Sightseeing in der Südtoskana

Veröffentlicht in Urlaub

Sehenswürdigkeiten in der Südtoskana

Urlaub in der Toskana Teil 2

Castiglione della Pescaia
Castiglione della Pescaia

Dieses Jahr ging es endlich in die Toskana in Urlaub und zwar in die südliche Toskana an die Küste nach PuntAla auf einen Campingplatz. Ich war mit einer Freundin dort und ihrer vierjährigen Tochter und meinem vierjährigen Sohn. Die meiste Zeit haben wir am Strand verbracht, aber ein paar Orte haben wir uns schon angesehen. Mit kleinen Kindern funktioniert Sightseeing ja nicht so gut.

Castiglione della Pescaia liegt rund 12 Kilometer vom Campingplatz PuntAla entfernt und hat rund 7300 Einwohner. Der Hot Spot dort ist eine mittelalterliche Burg aus dem 12. bis 14. Jahrhundert. Die haben wir uns angesehen. Es geht über mehrere Treppenaufgänge hinauf in die Altstadt. Von der Aussichtsterrasse unterhalb des bewohnten Turms hat man eine herrliche Aussicht auf den Ort und nach Süden bis zur Isola del Giglio sowie zum Monte Argentario. Das Städtchen ist auch ganz nett zum Einkaufen.

Don’t miss: Massa Marittima

Den Besuch des wundervollen mittelalterliche Städtchen Massa Marittima sollte man sich möglichst nicht entgehen lassen. Wir hatten nur einen Regentag in unserem Urlaub und waren an diesem Tag in dieser schönen Stadt. Leider regnete es doch fast durch, so dass man die Stadt nicht wirklich genießen konnte. Massa Marittima hat rund 8300 Einwohner und befindet sich auf 380 Metern Höhe. Die Gegend um Massa Marittima war schon in etruskischer und römischer Zeit besiedelt. Die Stadt verdankt ihre Gründung und ihren Aufstieg der Verlegung des Bischofssitzes von Populonia im 9. Jahrhundert. Griechische Piraten hatten Populonia zerstört, und der Bischof floh mit den Gebeinen des Heiligen Cerbonius auf diesen Hügel. 1225 erklärte sich Massa zur autonomen Republik. Die Stadt blieb über 100 Jahre lang selbstständig, lebte hauptsächlich vom Bergbau und erließ das erste Berggesetzbuch der Welt. 1335 wurde die Stadt durch Siena erobert. Mit ca. 10.000 Einwohnern war Massa Marittima als selbstständiger Stadtstaat ein bedeutendes Wirtschaftszentrum. Durch Malaria reduzierte sich die Einwohnerzahl im 16. Jahrhundert auf 500. Die stillgelegten Bergwerke wurden um 1830 revitalisiert, und die Bevölkerungszahlen stiegen wieder. Im Jahr 2000 hat Massa Marittima wieder ungefähr die gleiche Einwohnerzahl wie in den Zeiten um 1300.

Città Vecchia

Massa Marittima
Massa Marittima

Sehenswert ist heute die historische Altstadt. Wir waren in der Kathedrale San Cerbone. Aber mit kleinen Kids Kirchen besichtigen ist auch immer so eine Sache. Hauptsache, sie schreien und kreischen nicht zu laut. Sonst erntet man selbst im kinderfreundlichen Italien böse Blicke. Denn religiös sind die Italiener ja auch.

Die Kathedrale stammt aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Wirklich beeindruckend. Die Piazza Garibaldi mit Palazzo Comunale und Palazzo dei Conti di Biserno ist das Zentrum der kleinen Stadt. Ich kam mir vor wie einer Filmkulisse, wie in einer anderen Zeit. In einem Museum waren wir nicht. Da haben 4-jährige doch noch keine Nerven für. Außerdem hatten die Museen in Massa bis 16 Uhr geschlossen so wie auch die meisten Geschäfte. In Italien herrscht ja eine lange Mittagspause von ca. 13 Uhr bis rund 16/ 17 Uhr. Dafür haben die Geschäfte abends lange auf.

Wir gingen ein bisschen durch die Gassen und in die kleinen Geschäfte in der Hoffnung auf ein Ende des Regens. Es wurde aber nicht besser. Im Gegenteil. Schließlich flüchteten wir in ein kleines Restaurant. Ich möchte die Stadt gerne nochmal bei Sonnenschein erleben.

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Camping in der Toskana

Der familienfreundliche Campingplatz

Puntala Campingresort
Puntala Campingresort

So, nun ist der Urlaub schon wieder vorbei. Wir waren in diesem Jahr in der Toskana in PuntaAla auf einem sehr schönen Campingplatz, dem PuntAla Campingresort. Der Campingplatz liegt direkt am Meer und hat 4,5 Sterne von 5 Sterne. Also wirklich empfehlenswert. Im Januar hatten wir schon ein Mobile Home gebucht. Zelten muss ich auch nicht mehr. Die ganze Anlage liegt in einem Pinienwald, der schön Schatten spendet.

Wer mit seinem eigenen Zelt anreist, hat hier die billigste Variante für den Urlaub gewählt. Daneben stehen 10 Hauszelte zur Verfügung, 112 Mobile Homes „Easy“, 60 Mobile Homes „Puntala“ mit Klimaanlage und 15 Mobile Homes „Club“ mit Klimaanlage. Wir hatten die preiswertere Variante „Easy“ gewählt ohne Klimaanlage. Tagsüber konnte es da schon stickig werden in der Hütte, aber da saßen wir dann auf unserem schattigen Sitzplatz vor dem Mobile Home. Nachts konnte es schon kühl werden.

Ein Kinderparadies

Für Kinder gibt es ein umfangreiches Angebot wie einen großen Spielplatz, Fußballkicker und jeden Abend Babydance, was mein Sohn total liebte. Die erste Woche schaute er sich die tanzenden Kinder und  die „Vortänzerin“ von meinem Schoß aus an. Dann ergriff ihn doch das Tanzfeuer. Ab da ging es jeden Abend zum Babydance. Und bloß nicht zu spät kommen. Vorher kann man noch eine Pizza im angrenzenden Restaurant essen oder in der Strandbar chillen.

Neben dem Spielplatz gibt es noch einen Kletterpark. Die Kinderbetreuung ist leider nur auf Italienisch. Da besteht Nachholbedarf. Gerade am Ende der Sommersaison kommn viele Deutsche auf den Campingplatz. Da wäre ein deutschsprachiger Kinderbetreuer schon angebracht. Mein Sohn war gar nicht in der Betreuung.Das Meer ist ebenfalls kinderfreundlich. Es geht flach hinein.Wer möchte, kann sich dort eine Liege ausleihen. Ist aber etwas teuer.

Eigentlich braucht man den Campingplatz gar nicht zu verlassen.Es gibt einen Supermarkt und einen kleinen Laden mit Campingzubehör, Zeitschriften (auch deutsche), Sandspielzeug etc.
Der Campingplatz liegt etwas in der Einsamkeit. Ohne Auto kommt man dort nicht hin. Es gibt keine Bushaltestelle in der Nähe o.ä. Wer Ausflüge machen möchte benötigt ein Auto oder kann sich ein Fahrrad vor Ort ausleihen.

Kontaktdaten des Campingplatzes:

PuntAla Camping Resort
Campground  · 4.4

Always Open

Loc. Punta Ala

58043 Castiglione della Pescaia

Website: PuntAla Camping Resort

Facebook: PuntAla Camping Resort

 

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Veröffentlicht in Ausflugstipps

Auf dem Barfußpfad Penzberg

Mit den Füßen durch die Matsche

Barfußpfad Penzberg
Barfußpfad Penzberg

Am letzten Sonntag haben wir mal die wilde Natur an unsere Füße gelassen. Wir haben den Barfußpfad in Penzberg besucht. Ich war noch nie vorher auf einem Barfußpfad. Da Sohnemann unter Plattfüßen leidet, hielt ich diesen Ausflug für eine gute Idee. Für die Füße ist Barfußlaufen immer gut und gesund.

Wir parkten am Kirnbergsee und machten uns erstmal beschuht auf den Weg zum Anfang des Pfades. Der ist sehr gut ausgeschildert. Davor kann man schon auf einem Baumstamm balancieren. Also, Schuhe aus und los. Der 1,5 km lange Barfußweg geht abwechslungsreich durch weiches Gras, durch den Wald, am Waldrand entlang und zum Schluss durch einige Schlammlöcher, die man gekonnt auch umgehen kann. Ich hatte den Eindruck, dass der Weg immer mal gewartet wird. Es gab keine spitzen odeer gefährlichen Gegenstände für nackte Füße auf dem Weg. Kinder können dort gefahrlos entlangstapfen. Es gibt verschiedene Stationen auf dem Barfußweg. Z.B. kann man durch Sand waten oder durch ein Feld von weichen Tannenzapfen.
Dieses Barfußlaufen ist eine schöne, sinnliche Erfahrung. Der Waldboden ist weich unter den Füßen. Das Gras war noch nass vom Tau.

Stimulation der Fußsohlen

Was wir uns alles entgehen lassen durch Schuhwerk! Klar kann man in der Großstadt nicht barfuß rumlaufen. Aber in der Natur sollte man öfters die Schuhe ausziehen. Die Fußsohlen werden stimuliert. Die Reize wirken sich sogar positiv auf die inneren Organe aus. Aus dem Grunde gibt es ja die Fußreflexzonenmassage.
Barfußlaufen schult den Körper und die Sinne.
Uns hat der Barfußpfad so gut getan, dass wir danach gar nicht die Schuhe anziehen wollten und barfuß zurück zum Parkplatz am Kirnbergsee gestapft sind. Da ging es dann zum Badeteil über. Dort am kleinen, kostenlosen Strandbad gibt es eine kleine Gaststätte. Schöner sitzt man auf der Terrasse des Café Extra. Es liegt auf einer kleinen Anhöhe. Von der Terrasse hat man einen traumhaften Blick auf die Berge und Wiesen. Neben dem Café gibt es einen kleinen Spielplatz. Von dort hat man auch eine schöne Aussicht.
Mein Tipp: Eine Picknickdecke dort mit hinnehmen, Kids spielen lassen und auf der Decke chillen und die Aussicht genießen. Massentourismus herrscht dort zum Glück auch nicht.

Wo ich solche Ausflugstipps her habe? Ich liebe die Wander- und Ausflugsbücher aus dem Verlag J. Berg.
Für Kindergartenkinder empfehle ich:
Erlebnistouren für Zwergel – Erlebniswanderungen für die ganze Familie: die spannendsten Erlebnistouren und Familienausflüge zu Höhlen, Schluchten und dem Baumwipfelpfad im Bayerischen Wald

Barfußlaufen ist Doping für die Füße

 

Veröffentlicht in Alleinerziehend, Gesellschaft

Jedes 4. Kind in Europa von Armut bedroht

In Europa lebt jedes 4. Kind unter 16 Jahren nicht unter den besten Umständen. Es ist von Armut bedroht.
In benachteiligten sozialen Verhältnissen wuchsen im Jahre 2014 22,85 Millionen oder 27,4 Prozent der Kinder in Europa auf.  Vier Jahre zuvor waren es noch 27,2 Prozent oder 22,6 Millionen der unter 16-Jährigen. Das ist ein Anstieg von über 200.000. Das Europäische Statistikamt Eurostat kam zu diesem Ergebnis.

Jedes vierte Kind lebt in Armut
Ein Leben von HartzIV

Erschreckend. Wo Europa doch eines der reichsten Kontinente der Erde ist. Armut und soziale Ausgrenzung stehen in Europa weiter erschreckend hoch an der Tagesordnung.
Seit 2012 steigt auch im wohlhabenden Deutschland wieder die Kinderarmut an. 2,13 Millionen Kinder waren in dem Jahr von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Im Jahre 2014 waren es bereits 2,27 Millionen Kinder. Also ganze 140.000 Kinder mehr. Von allen Kindern in Deutschland stieg der Anteil der armen Kinder von 18,2 Prozent im Jahre 2012 auf 19,3 Prozent im Jahre 2014.

Wie kann man gegen die wachsende Kinderarmut vorgehen?

Die Linken-Politikerin Zimmermann fordert, die Regelsätze für Kinder bei Hartz IV in Deutschland zu erhöhen. Eine Kindergrundsicherung solle als eigenständige Leistung entwickelt werden.
Etwa jedes siebte Kind ist in Deutschland bereits von Hartz IV abhängig, laut Bundesagentur für Arbeit (BA). 2015 waren bereits durchschnittlich 1,54 Millionen der unter 15-Jährigen davon betroffen. Das waren rund 30.000 Kinder mehr als im Jahre 2014.
Die Kinderarmut ist in Deutschland unterschiedlich verteilt. In den Stadtstaaten Bremen und Berlin ist mit 31,5 Prozent fast jedes dritte Kind unter 15 Jahren auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen. Am wenigsten betroffen sind die Kinder in Bayern mit 6,5 Prozent.

Die meisten Mütter dieser Kinder sind alleinerziehend. Viele von ihnen bekommen von den Vätern keinen Unterhalt oder nur unregelmässig. Alleinerziehende haben oft Teilzeitjobs oder gar keine Arbeit und müssen dann von Hartz IV leben. Für die Kinder steht da auch nicht viel Geld zur Verfügung. Oft bekommen Sie kein Obst oder Gemüse zu essen, weil das zu teuer ist. Und genug Geld, um das Kind zu fördern, ist auch nicht da. Andere Kinder gehen zum Klavierunterricht oder zum Segeln, das eigene Kind hat das Nachsehen.
Aber auch diese „armen“ Kinder sind die Zukunft. Wenn sie als Kind schon ausgegrenzt werden, „rächen“ sie sich womöglich als Heranwachsende an der Gesellschaft mit Kriminalität, Aggressivität oder totaler Verweigerung.
Von daher bin ich auch für eine unabhängige Kindergrundsicherung.