Der dritte Corona-Winter
Nun hat es uns erwischt mit der Quarantäne. Mein Sohn hatte entfernt Kontakt zu einem an Corona erkrankten Mädchen in seiner Mittagsbetreuung. Er wurde nach der Begegnung negativ getestet, nach den Regeln stehen dann 7 Tage Quarantäne an. Im Zuhausesitzen haben wir schon seit dem letzten Winter Übung. Das ist immer wieder eine Herausforderung, wenn man sich zu zweit in eine 2-Zimmer-Wohnung im teuren München quetschen muss. Einen Balkon haben wir zum Glück.
Ich bin als Mutter nicht in Quarantäne, denn ich bin zweimal geimpft. Zum Glück kann ich meine fast zehnjährigen Sohn ein bis zwei Stunden alleine zu Hause lassen, sonst wäre es für mich als Alleinerziehende auch ein „Gefängnis“. Ich komme noch an die frische Luft zum Radfahren oder Einkaufen.

Es ist fast der dritte Winter, den wir in Deutschland mit Corona verbringen. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Es sind doch viele Leute geimpft. Hoffentlich bleiben die Schulen geöffnet. Homeoffice geht ja ohne Probleme.
Wie verändert dieses Coronavirus die Welt? Müssen wir damit jetzt leben? Ich möchte wieder Menschen ohne Maske im Supermarkt oder in der U-Bahn sehen. Lachende Gesichter, freundliche Gesichter.
Omikron im Anmarsch
Nach meiner zweiten Impfung habe ich mich befreit und sicher gefühlt und dachte:“Yuchhuu, jetzt kann ich wieder machen, was ich will, kann ja nicht krank werden.“ Jetzt kommt die Angst zurückgeschlichen mit den steigenden Inzidenzzahlen und Horrormeldungen von fehlenden Betten auf den Intensivstationen. Und die neue Virus-Variante Omikron aus Südafrika wird sich im wahrsten Sinne des Wortes durch Europa „fressen“.
Hätte man das nicht verhindern können? Haben die Politiker geschlafen? Ich bin dieses Corona-Thema leid und rede da so wenig wie möglich drüber. Pandemien hat es immer schon gegeben in der Menschheitsgeschichte. Der Mensch des 21. Jahrhunderts hat sich bis vor Corona für unbesiegbar gehalten. Es gibt zu viele Menschen auf der Erde. Da rächt sich die Natur.
