Veröffentlicht in Alleinerziehend, Literatur

Das wahre Leben von Alleinerziehenden

Christine Finke redet in ihrem Buch Tacheles

Das Buch für und über Alleinerziehende von Christine Finke ist schon seit ein paar Wochen auf dem Markt. Ich habe es mir gleich gekauft. „Allein, alleiner, alleinerziehend – Wie die Gesellschaft uns verrät und unsere Kinder im Stich lässt“ ist der Titel des Buches. Das Buch hat stark autobiographische Züge. Die Autorin berichtet von ihrer eigenen Trennung und die Reaktion der Umwelt darauf. Dumme Sprüche stehen da an der Tagesordnung und schiefe Blicke, so nach dem Motto: „Bist Du ja selbst in Schuld.“ Alleinerziehende haben einen schlechten Ruf. Ich persönlich mag dieses Wort „alleinerziehend“ schon gar nicht. Sie gelten als arm, oft auch asozial und die armen Kinder leiden unter der schlechten Erziehung und dem fehlenden Vater. Das ist das Image.

Christine Finke schreibt über die Zeit nach ihrer Trennung und stellt Umgangsregelungen mit dem Vater vor. Manche Papas haben ihre Kids jedes zweite Wochenende, andere haben das Wechselmodell, und manche Väter machen sich für immer aus dem Staub.
Finke setzt sich mit ihrem Buch für die Belange von Singlemums ein. Sie plädiert für bessere finanzielle und berufliche Unterstützung. Sie selbst hat drei Kinder. Ich habe eins. Mit drei Kindern alleinerziehend sein finde ich schon sehr anstrengend. Mir reicht da ein Kind.
Altersarmut ist bei Singlemums eine große Gefahr. Sie können meist nicht Vollzeit arbeiten. Da kommt nicht viel Rente bei raus. Interessiert den Staat auch nicht. Im Gegenteil. Unser Saat benahcteiligt die Alleinerziehenden. Finke fordert da in ihrem Buch einen deutlich höheren Entlastungsbeitrag, Abschaffung des Ehegattensplittings und u.a. Ausgleich bei Rentenpunkten. Das kann ich nur unterstreichen.

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Singlemums sind ständig vom Burn-out bedroht. Alles müssen sie allein wuppen von morgens bis abends. Kids in den Kiga oder in die Schule bringen, zur Arbeit, einkaufen etc. In den „normalen“ Familien hilft der Vater mit. Man selbst hat keine Zeit mehr für sich. Finke spricht da wahre Worte. Und das Umfeld sieht meist nicht, wenn Alleinerziehende mal Hilfe brauchen.
Finke beschreibt, wie ihre Kids mit der Trennung umgehen. Alle sind mal krank oder psychisch angeschlagen. Ich hab beim Lesen oft gedacht: „Oh Gott, bin ich froh, dass ich nur ein Kind habe.“
Ansonsten spricht mir die Autorin aus der Seele.
Verheiratete Frauen jammern oft, sie seien auch alleinerziehend, weil der Mann beruflich so eingespannt sei. Ja, aber der Unterschied zu echten Singlemums ist wohl der Kontostand. Man zieht zu zweit am Strang, regelt Auto, haus, Finanzen zusammen. Ich weiß, dass da immer jemand ist. Mit Ehemann kann man sich mehr Urlaub leisten, ein größeres Auto etc.
Urlaub ist für Singlemums mit Kids oft stressiger als der Alltag. Kein Kindergarten, keine Schule. 24 Stunden alleine die Kids bespaßen. Da kann ich Christine Finke nur zustimmen. Und wie sie selbst schreibt, stehen nicht immer Großeltern oder Freunde zur Verfügung, die da helfen. Außenstehende haben für Singlemums immer die „besten“ Tipps.
Krank werden darf man schon gar nicht. Ist mir zum Glück noch nicht passiert.

Buch von Christine Finke
„Allein, alleiner, alleinerziehend“

Im Kapitel 10 geht es um Mutter-Kind-Kuren. Ich hab auch eine gemacht und fand sie ganz okay. Man darf eben nicht zu viel erwarten. Finke findet eine Haushaltshilfe besser. Ich hätte da lieber für zwei Abende in der Woche einen kostenlosen Babysitter, um mal auszugehen und Hobbys auszuleben.

Finke schreibt, dass sie gar keinen Kontakt zu anderen Alleinerziehenden hat. Den hab ich schon und finde ich auch wichtig. Insgesamt finde ich das Buch „Allein, alleiner, alleinerziehend“ sehr interessant und lesenswert. Aber einige Absätze finde ich doch etwas wehleidig. In der Großstadt gibt es schon Angebote für Alleinerziehende. Finke wohnt in einer kleineren Stadt. Man muss mit seinen Kids nicht ganz alleine in den Urlaub fahren. Es gibt Gruppenreisen für Singlemums. Es gibt Treffen, es gibt den VAMV – Verein für alleinerziehende Väter und Mütter. Die Kirche bietet auch Treffen an. Vielleicht nicht auf dem Land.
Am Wochenende kann man sich mit anderen Singlemums und deren Kids treffen. Es gibt in Großstädten sogar Wochenendseminare für Singlemums mit Kinderbetreuung. Vor 50 Jahren war es sicherlich schwerer, Singlemum zu sein. Da konnte man wohl froh sein, wenn die Großeltern geholfen haben.
Das Thema deer Partnersuche spricht Christine Finke auch an. Tja, wie lange bleiben Singlemums alleine? Ich persönlich habe den Eindruck, dass viele für immer alleine bleiben. Sie suchen nicht. Ist auch nicht einfach, denn der Neue muss die Kids auch akzeptieren. Viel Zeit mit dem Partner alleine ist nicht da. Ist einfacher, wenn die Kids größer sind.
Wenn ein Elternabend ansteht, ist das für Paare kein Problem. Einer geht, der andere passt auf die Kids auf. Singlemums müssen sich da wieder einen Babysitter suchen. Und wann geht frau selbst mal zum Arzt oder zum Friseur? Wann bleibt Zeit für eigene Kontakte und Hobbies? Einen Babysitter können sich viele Singlemums auch nicht leisten. Und nicht alle haben eine tolle, nette Familie um die Ecke wohnen. Das sehen Außenstehende oft nicht.

Christine Finke hat mit ihrem Buch die Probleme von Singlemums auf den Kopf getroffen. Für alle Alleinerziehenden ist dies eine empfehlenswerte Lektüre, aber auch für Erzieher und Lehrer, die mit Singlemums zu tun haben.

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Besuch im Paläontologischen Museum

Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie

Paläontologisches Museum
Paläontologisches Museum

Der vergangene Sonntag begann mal wieder mit Dauerregen. Das ideale Wetter, um mal einem Museum den Besuch abzustatten. Wir hatten schon lange vor, mal ins Paläontologische Museum in München zu gehen. Denn dort sind Dinosaurier zu sehen, und die liebt mein Sohn sehr.
Leider hat das Museum nur sehr begrenzte Öffnungszeiten. Von montags bis donnerstags sind die Türen von 8 bis 16 Uhr geöffnet. Etwas kurz, wenn man arbeitet, und die Kinder in Kita und Schule sind. Freitags sind die Öffnungszeiten nur von 8 bis 14 Uhr.
An den Wochenenden und Feiertagen hat das Museum in der Regel geschlossen. Ausgerechnet dann, wenn alle mal Zeit haben. Nur am ersten Sonntag im Monat ist von 10 bis 16 Ur geöffnet. Dann gibt es auch Führungen von Wissenschaftlern um 11.30 Uhr und um 14.30 Uhr.
Wir haben also auf den passenden, ersten Sonntag im Monat gewartet. Und der war nun endlich gekommen.
Der Eintritt ist übrigens frei.

Das Museum widmet sich der Entwicklungsgeschichte der Erde und des Lebens und zeigt Fossilien von Tieren und Pflanzen aus allen Epochen der Erdgeschichte. Zu den Highlights im Museum gehören die großen Dinosaurierskelette im Eingangsbereich. Dazu gehören Fischsaurier mit Embryonen, Riesenflugsaurier und der Pflasterzahnsaurier. Sohnemann war hellauf begeistert. Er kennt die meisten Dinos mit Namen. Im Mittelpunkt des Lichthofs steht das Skelett des Mühldorfer Urelefanten. Im ersten Stock geht es weiter mit der Evolution des Menschen. Die Ausstellungen im zweiten Stock zeigen alle Erdzeitalter und wichtige Evolutionsschritte, z.B. den Urvogel des Archaeopteryx. Außerdem wird die bayerische Tierwelt vor 15 Millionen Jahren präsentiert.

Als Fossil des Monats wird jeden Monat ein anderes interessantes Fossil aus der Sammlung vorgestellt. Dazu gibt es ein Faltblatt mit Informationen.

Als wir gestern da waren, wurden noch einige alte Kurzfilme über Dinosaurier gezeigt. Es waren auch viele Familien da.

 

Adresse Paläontologisches Museum

Richard-Wagner-Straße 10
80333 München
Tel.: 089/2180 6630

E-mail: pal.museum@lrz.uni-muenchen.de

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Südtirol – Du bist so cool – Teil 3

Urlaub in Südtirol
Teil 3: Kneipp-Kur und Rentnershopping

Ja, mein Bericht über den Trip nach Südtirol nimmt kein Ende. Hier kommt nun Teil 3.

Cooles Südtirol
Mit Sohn im Swimmingpool

Nach der anstrengenden Wanderung durch die Gilfenklamm legten wir erstmal zwei Tage Pause am hoteleigenen Swimmingpool ein. Das Wetter spielte zum Glück mit. Das Wasser des Outdoorpools war aber wirklich sehr kalt. Vielleicht 16 Grad? Sohnemann wollte unbedingt hinein. Ich präparierte ihn mit seinen Schwimmflügeln. Dann sollte ich aber zuerst einsteigen ins kühle Nass. Ohne den starken Willen meines Sohnes nach einem Bad wäre ich nie in das eisige Wasser eingetaucht. Es war tieriiiiisch kalt. Ich erinnerte mich an die Atemübungen aus dem Geburtsvorbereitungskurs und atmete bei jedem weiteren Schritt die Schwimmbadleiter hinunter kräftig und lange aus. Das half wirklich. Schließlich war ich bis zur Taille im Wasser im Stehen. Mehr musste wirklich nicht sein. Sohnemann hebte ich direkt ins Wasser. Er quickte und kreischte vor Vergnügen mit seinen 4 Jahren und störte sich absolut nicht an der eisigen Temperatur. Dann ging es mehrmals rein und raus. Ich musste leider immer mit. Kam mir vor wie auf einer Kneipp-Kur. Hat vielleicht etwas meine Fettzellen zusammengezogen. (Hoho)

Spezialitäten aus Südtirol
Spezialitäten aus Südtirol

Nach einem relaxten Tag am Pool gab es abends ein Lagerfeuer wie zu alten Pfadfinderzeiten mit Gesang zur Gitarre. Jeder konnte seine Würstchen selbst überm Lagerfeuer grillen. Montags besuchten wir den Markt in Brixen. Alle hofften auf ein nettes Schnäppchen. Ich war enttäuscht von dem Markt. Es gab überwiegend Kleidung, Taschen, Gürtel und Schuhen. Die Wanderkleidung sah noch ganz gut aus. Aber Blusen, Hosen und T-Shirts wirkten wie eine Mode von vor 30 Jahren. Eine Handtasche mit Glitzersteinchen brauche ich auch nicht. Die Preise der italienischen Schuhe waren keine Schnäppchen, aber ich ergatterte dennoch blaue Segelschuhe. Nach meinem kurzen Wochenmarktbesuch stiefelte ich lieber in die süße Innenstadt von Brixen und konnte dort meine Shoppingsucht befriedigen.

Südtirol – da fühl ich mich wohl – Teil 1

Südtirol: Brixen und die Gilfenklamm – Teil 2

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Urlaub in Natz in Südtirol – Teil 2

Südtiroler Urlaub
Teil 2: Brixen, Gilfenklamm und co.

In meinem ersten Artikel über den Urlaub in Südtirol ging es eher um die Begeisterung meines Sohnes für das Bidet im Hotelbad. Ja, eine Deutschlehrerin hätte dazu gesagt:“Thema verfehlt.“ Nun komme ich zum eigentlichen Urlaub.

Altstadt von Brixen
Altstadt von Brixen

Der Urlaub in Natz in Südtirol war eine Gruppenreise.Wir sind mit dem Bus vom Giesinger Bahnhof gestartet. Rund drei Stunden sind es bis nach Brixen, abgesehen von Staus. Wir fuhren am Pfingstmontag. Da war kaum Stau, da die meisten schon am Samstag in die Pfingstferien gestartet waren. Grenzkontrollen gab es auch nicht. Vom schönen Brixen fährt man noch eine halbe Stunde mit dem Bus eine ziemlich kurvige Straße den Berg hinauf bis zum rund 800 Meter hoch gelegenen Natz. Für Leute, denen es da schlecht wird, ist die Strecke nichts.
Natz liegt mit seinen ca. 700 Einwohnern auf dem sogenannten Apfelhochplateau, umgeben von Apfelfeldern. Wir waren im Hotel Birkenbrunn untergebracht, einem sehr schönen 3-Sterne-Hotel. Mit Vollpension. Das Essen ist in Südtirol wirklich erstklassig. Mittags gab es vier Gänge: Salat, Suppe, Hautspeise, Nachspeise. Zunehmen tut man da automatisch.
Zum Programm gehörte ein Besuch in Brixen. Die Kids waren derweil in der Kinderbetreuung und stapften in den Wald. Brixen ist eine der ältesten Städte der Region Tirol, der Hauptort des Eisacktales und hat 21.189 Einwohner. Wir schauten uns den Dom und den Kreuzgang an. Shoppen kann man auch sehr gut in der idyllischen Kleinstadt. Und Kaffee ist dort viel billiger. Den Cappuccino gibt es schon für 2 Euro.

Sohnemann stapft durch die Gilfenklamm
Sohnemann stapft durch die Gilfenklamm

Ein weiteres Highlight ist eine Wanderung durch die Gilfenklamm, die mittlerweile zum Naturdenkmal erklärt wurde. Da gingen sogar alle Kinder mit im Alter von 3 bis 14 Jahren. Die Gilfenklamm ist eine Klamm in der Südtiroler Gemeinde Ratschings. Der Steig dort überwindet einen Höhenunterschied von 175 Metern. Ich war mir am Anfang nicht sicher, ob mein 4-jähriger Sohn das schaffen würde und vor allem, ob er Spaß an dieser Wanderung haben würde. Aber er wanderte fröhlich vor sich hin ohne zu jammern. Über eine Stunde ging es klammaufwärts. Ich hätte diese Wanderung alleine nie mit meinem Sohn gemacht. Mir war selbst an einigen Stellen etwas mulmig zu Mute. Ich dachte nur wie jede Mutter:“Oh je. Hoffentlich fällt er nicht in die Schlucht mit dem Wasser.“ Na, hatte so die üblchen Ängste, die man als besorgte Mutter so aussteht. Aber das Kind stapfte fröhlich weiter und war beseelt von dem Abenteuer. Oben gab es eine kurze Pause. Zurück gingen wir zum Glück einen anderen Weg über eine geteerte Straße nach Mareit. Dort erholten wir uns am Spielplatz und bei einem Eis. Es ging dann noch ca. 45 Minuten zurück zu unserem Ausgangsort. Sohnemann lief wirklich alles zu Fuß. Die andern kleinen Kids in seinem Alter wurden ab und zu von den Kinderbetreuern auf die Schultern genommen. Selbst ein 6-jähriges Mädchen ließ sich lieber tragen.
Bis zum Bus lief mein Sohn alles zu Fuß. Bin schon sehr stolz darauf. Wenn ich mal bedenke, dass er fast bis zu seinem 4. Geburtstag am liebsten in seinem Buggy saß. Im Bus schlief Sohnemann dann ein und schnarchte vor sich hin. Verdient hatte er es.

Zu Teil 3 geht’s hier….

Der Dom von Brixen
Der Dom von Brixen

Kreuzgang am Brixener Dom
Kreuzgang am Brixener Dom
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Südtirol – da fühl ich mich wohl – Teil 1

Südtiroler Urlaub
Teil 1: Sohnemann entdeckt das Bidet

Nun habt Ihr etwas länger nichts von mir gehört. Ich war mit Sohnemann im Urlaub. Und zwar in Natz in Südtirol. Das war mein erster Urlaub in der südlichsten Alpenregion. Bisher dachte ich, Südtirol sei eher etwas für Rentner.
Auf den ersten Blick sieht es in der norditalienischen Bergwelt nicht anders aus als in Österreich. Nur die Berge sind höher. Und es ist ein bisschen wärmer. Normalerweise.

Das Bidet - Alternative zum Toilettenpapier?
Sohnemann entdeckt das Bidet

Wir reisten Mitte Mai an. Die Heizungen waren im Hotel Birkenbrunn in Natz schon ausgestellt. Ja, es war kalt im Hotelzimmer und dem dazugehörigen Bad. Und soo warm war es draußen leider noch nicht. Ich suchte nach den Duschhandtüchern im Bad. Hmmm….oder hätten wir die mitbringen müssen? An so einer Handtuchleiste sah ich zwei große, weiße Tücher, die für mich wie zwei große Wischlappen aussahen. Es waren aber leider keine Wischlappen, sondern die Duschhandtücher. Besonders saugfähig waren sie nicht. Ich konnte mich damit nicht richtig abtrocknen bzw. die Handtücher waren gleich völlig durchnässt. Hmmmm…..sind so die Duschhandtücher in Südtirol?
Ich wollte die Tücher zum Aufwischen nehmen für die von meinem Sohn produzierten Wasserlachen. Mein Sohn hatte sich nämlich gleich in das Bidet im Bad verliebt. Er hatte noch nie in seinem vierjährigen Leben ein Bidet gesehen. Ich hab ihm gleich erklärt, wofür das Bidet da ist. Sohnemann machte sein großes Geschäft und begab sich fröhlich mit nacktem Popo auf die gegenüberliegende Seite zum Bidet. Er verschloss dort den Abfluss, liess Wasser einlaufen und streckte seinen Popo vergnügt ins Wasser. Nun war also nach dem großem Geschäft bei Sohnemann Bidet statt Toilettenpapier angesagt. Ich dachte: „Schön, dann ist wenigstens alles richtig sauber.“ Aber Sohnemanns Bidetsitzungen zogen sich in die Länge. Wasser rauslassen, Wasser reinlassen ins Bidet. Und den Wasserstrahl konnte man auch ausrichten. Sohnemann richtete den Wasserstrahl da meist auf den Fußboden des Bades. Da brachte ich schnell die Duschhandtücher im Wischlappenlook zum Einsatz. Da seine Bidetsitzungen kein Ende finden wollten, verbat ich sie ihm schliesslich. Außerdem ist Bidet nicht immer die perfekte Alternative zum Toilettenpapier………

Hier geht’s zum Teil 2: Brixen und die Gilfenklamm

Veröffentlicht in Kultur

Filmkritik zu Angry Birds

Angry Bird-Luftballon
Angry Birds Luftballon

Neongrüne Schweine und wütende Birds

Heute startete der Film „Angry Birds“ in den Kinos. Bin mit meinem 4jährigen Sohn ganz spontan bei dem Regenwetter ins Kino gegangen. Es war der zweite Kinofilms seines Lebens. Im letzten Sommer haben wir die Preview zu „Ooooops- die Arche ist weg“ im Kino gesehen. Beide Filme sind 3D. Ich finde 3D-Filme für Kindergartenkinder schon etwas anspruchsvoll.
Wir waren im Leopoldkino an der Münchner Freiheit. Es war in der Spätnachmittagsvorstellung erstaunlich leer. Vor uns saß eine giggelnde Mädchenclique und hinter uns noch drei Hanseln.
Sohnemann setzte gleich die 3D-Brille auf. Sah witzig aus. War schon gespannt, wie er den Film aufnehmen würde. Zuviel Medienkonsum muss in dem Alter ja auch nicht sein. Und Kino ist vielleicht noch nicht das Wahre in dem Alter. Aber der Film war ab 0 Jahren freigegeben.
Die laute Werbung fand ich nervend und auch nicht unbedingt „kindgerecht“.
Ich finde es mittlerweile selbst oft im Kino zu laut, liegt vielleicht daran, weil ich nur noch selten dorthin gehe oder älter werde……..
Angry Birds kannte ich bisher nur von irgendwelchen Socken und Unterhosen von H&M. Diese Videospiele dazu kennen mein Sohn und ich nicht.

angry_bird_dose
Angry Birds auf Getränkedose

Die Geschichte des Films:
Die Angry Birds leben glücklich auf einer Insel. Nur ein roter Vogel wird ausgegrenzt, weil er seine Wutanfälle nicht in den Griff bekommt. Niemand mag ihn. Schließlich wird ihm vom Oberhaupt der Angry Birds eine Anti-Wut-Therapie verordnet. Dort trifft er auf andere Patienten mit dem selben Problem. Schließlich bekommen die Vögel auf ihrer Insel Besuch von neongrünen Schweinen, die vordergründig für jede Menge Spaß sorgen. Aber im Endeffekt klauen die pummeligen Schweinchen die Eier der Birds. Der rote, unbeliebte Wut-Vogel hat es geahnt, dass die Schweinchen nicht in guten Absichten auf die Insel gekommen waren. Dafür wurde er zunächst belächelt. Das Oberhaupt der Angry Birds erkennt nun, dass er Recht hatte. Der rote „Wut“-Vogel schnappt sich seine Freunde aus dem Anti-Wut-Seminar und macht sich per Floß auf den Weg in die Heimat der neongrünen Schweinchen. Fliegen können die Angry Birds leider nicht. Auf lustige Art und Weise machen sich die Vögel auf den Weg, die Eier zu retten. Mit viel Action glückt die Rettungsaktion. Es gibt viel zu lachen. Die Schweine und Vögel sehen niedlich aus.

Aber ich finde, dass die Szenen und Bilder für Kindergartenkinder zu schnell wechseln. Ab 0 Jahren hätte ich den Film nicht freigegeben. Zum Schluss wird es spannend. Der rote Vogel versucht, das letzte Ei zu retten und bleibt dabei zurück auf der Schweincheninsel, währenddessen die anderen Eier schon alle gerettet sind. Es wirkt so, als seien der Vogel und das Ei verloren. Mein Sohn fing da fast an zu weinen.
Oh! Aufgepasst! Alles will ich hier ja auch nicht erzählen. Die Tiere und vor allem die Vogelkinder sind sehr süß und niedlich mit ihren großen Kugelaugen. Der Film ist witzig, und ich kann ihn nur empfehlen. Der unbeliebte rote Vogel ist am Ende des Films beliebt und integriert. So ein Kinder-Animationsfilm enthält auch immer eine Botschaft.

 

Veröffentlicht in Ausflugstipps

Wunderschönes Schondorf am Ammersee

Boote am Ammersee
Boote am Ammersee

Ausflug ins Fünf-Seen-Land

Am letzten sonnigen Sonntag haben wir einen Ausflug zum Ammersee gemacht, und zwar nach Schondorf. Bisher waren wir immer nur in Dießen, was bekannt ist für seinen Töpfermarkt. Die Ideen für unsere Ausflüge bekomme ich aus speziellen Wanderbüchern für und mit Kindern. Bisher hatten wir immer Bücher für Wanderungen mit Kinderwagen. Jetzt ist der Sohn 4 Jahre alt, und der Kinderwagen steht endlich im Keller.

Hab mir aus dem Bergverlag Rother das Buch „Erlebniswandern mit Kindern Münchner Umland. 34 Wanderungen und Ausflüge. Mit vielen spannenden Freizeittipps. Mit GPS-Daten. (Rother Wanderbuch)“ gekauft. 31 kindgerechte Familienwanderungen werden vorgestellt. Es gibt vorne eine Tabelle mit den aufgelisteten Wanderungen und dem empfohlenen Alter der Kinder. Finde ich sehr hilfreich. Aber ich bin der Meinung, dass man sich nicht strikt nach den Altersangaben richten muss.

Ich habe mir den Ausflugstipp „Von Schondorf nach Utting“ ausgesucht. Ist für Kinder ab 6 Jahren empfohlen. Wir haben unseren Ausflug etwas abgewandelt und sind nicht den ganzen Weg bis nach Utting zu Fuß gegangen. Das war doch zu weit mit einem 4-jährigen. Ob wohl es nur 3km gewesen wären. Aber Sohnemann interessierte sich mehr für das alte Piratenspielschiff. Die Lage ist fast direkt am Ammersee. Kind spielt und Eltern genießen die Sonne. Es gibt dort noch einen Minigolfspielplatz. Und der dortige Kiosk hat auch lecker Eis für die lieben Kleinen.

Außerdem gibt es in Schondorf ein Strandbad mit einem schönen Strandrestaurant. Ich kannte das bisher gar nicht. Wirkte wie ein Geheimtipp auf mich. Die meisten Münchner suchen ihre Sonntagsfrische doch eher an klassischen Zielen wie Starnberg am Starnberger See oder Herrsching am Ammersee. Wir werden bei wärmeren Temperaturen auf jeden Fall nochmal nach Schondorf ins Strandbad fahren. Außerdem hat man dort bis spät in den Abend noch Sonne.

Piratenspielschiff in Schondorf am Ammersee
Piratenspielschiff in Schondorf am Ammersee

Wer mit seinen kleineren Mäusen auf Tour gehen möchte, dem empfehle ich folgende Bücher:

Wandern mit Kinderwagen Bayern: Ein Wanderführer mit den schönsten Familienwanderungen mit Kinderwagen – in den Bayerischen Hausbergen. Ideal auch für kurze Tagestouren zum Wandern mit Kindern.

Die schönsten Wanderungen mit Kinderwagen im Münchner Umland – Wanderführer mit Touren rund um Münchens Stadtkern, Starnberg, Weßlinger See, Weihenstephan, Isar, Voralpen…

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Meine Lieblingsblogs

Blogs für Mamas, Alleinerziehende +Co.

Lieblingsblogs
Meine Lieblingsblogs

Heute möchte ich Euch mal Blogs vorstellen, denen ich folge und die ich interessant finde. Auf viele Blogs wurde ich über Facebook aufmerksam. Ich lese überwiegend Mamablogs, weil ich auch Mama bin und da immer wieder Themen angesprochen werden, die für mich interessant sind. Außerdem inspirieren mich die Blogs für meinen eigenen Blog.

Mamablogs, Blogs für Alleinerziehende:

mama-notes.de
Eine Mutter aus dem Rheinland bloggt über ihr Leben mit zwei Kindern.

mama-arbeitet.de
Ein Blog von der alleinerziehenden Christine Finke für Alleinerziehende über Alleinerziehende. Die Autorin setzt sich unheimlich für die Rechte von Alleinerziehenden ein und hat mittlerweile sogar ein Buch dazu geschrieben.

dierabenmutti.de

geborgen-wachsen.de
Hier geht es um Erziehung und Beziehung zum Kind.

mamaberlin.org

mamablog-mamamia.com

frommunichwithlove.de
Ein Familienblog aus München.

mamaontherocks.com

Blog Dr. Alexandra Widmer
starkundalleinerziehend.de
Dieser Blog gibt allen Singlemums Tipps, wie man wieder zu Kräften kommt und einem Burn-out vorbeugt. Ich hab einiges von Alexandra Widmer gelesen und kann es nur empfehlen.

 

Besondere Kinder

schmetterlingmika.wordpress.com
Dieser Blog berührt mich sehr. Ich habe alles gelesen. Es ist die Geschichte von Mika, der als Baby an einem Gehirntumor stirbt. Die Mutter beschreibt den Verlauf der Krankheit ihres Babys so, dass man mitfühlen muss. Die bloggende Mama ist unheimlich stark. Ich habe keine Angst vor solchen traurigen Geschichten. Sie gehören zum Leben dazu.

kaiserinnenreich.de
Hier erzählt eine Mutter vom Alltag mit ihren Kindern, wobei das eine schwerbehindert ist von Geburt an. Es ist mittlerweile verstorben.

Blog im Bereich Umweltschutz

www.zerowastelifestyle.de – Leben ohne Müll

Veröffentlicht in Leben mit Kindern

Eine Westfälin in Bayern

Wie wichtig ist Heimat?

Am Wochenende bin ich mit dem Sohn mal in die Heimat gefahren. Mit dem Auto sind es über die Autobahn schon ca. 5 Stunden ohne Stau. Wir hatten eine nette Mitfahrgelegenheit, so konnte ich die Reise entspannt genießen.
Seit über 20 Jahren wohne ich nicht mehr in Westfalen. Mir war die Region immer zu provinziell. Aber es bleibt meine Heimat. Wenn die mir vertraute Landschaft am Horizont vorbeizieht wie z.B. die Felder auf leichten Hügeln, überkommt mich ein Gefühl der Wärme. Ich freue mich mittlerweile wieder, nach einigen Schicksalsschlägen, meine Heimat zu sehen.
„Eine Westfälin in Bayern“ weiterlesen →

Veröffentlicht in Gesellschaft

Wieviel Zivilcourage ist gesund?

Mein Polizeikurs über Sicherheit

Nach den Übergriffen an Sylvester auf Frauen in Köln haben viele Menschen Angst, sich abends in der Öffentlichkeit zu bewegen. Flüchtlingen wird eine kriminelle Energie unterstellt. Frauen haben mehr Angst.
Darum habe ich jetzt in meinem Stadtteil einen Kurs von der Polizei besucht zum Thema „Sicherheit“. Da ging es darum, wie man sich verhalten soll, falls man selbst bedrängt wird und wie man jemand anders hilft, der in Gefahr ist.
„Wieviel Zivilcourage ist gesund?“ weiterlesen →