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Fifty Shades of Grey

phototogo_morguefile
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Nun habe ich mir auch diesen angeblich spektakulären Film Fifty Shades of Grey im Kino angesehen. Die Bücher habe ich nicht gelesen. Die genaue Handlung kannte ich von daher noch nicht.
Der Kinosaal war relativ leer an einem Mittwochabend. Es saßen nur ein paar Frauen in den Reihen, kaum Männer.
Bis es wirklich „zur Sache“ geht in dem Film, dauert es einige Zeit. Eine junge Studentin interviewt einen ebenso jungen, erfolgreichen Unternehmer. Der Unternehmer Christian Grey findet Gefallen an der jungen, brav wirkenden Anastasia Steele. Er verabredet sich mit ihr zu einem Date. Christian teilt Anastasia mit, dass er zu einer normalen Beziehung nicht in der Lage sei. Anastasia kann sich darunter zunächst nichts vorstellen, bis Christian auf seine sexuellen Neigungen wie Bondage, Dominanz und Sadismus zu sprechen beginnt. Die unerfahrene Ana wirkt etwas geschockt. Es stellt sich heraus, dass sie noch Jungfrau ist. Grey möchte mit ihr sogar einen Vertrag aushandeln über die SM-Spielchen, die er mit ihr treiben möchte. Zunächst muss Ana eine Verschwiegenheitserklärung von Grey’s Anwalt unterschreiben, dass sie nichts über ihre Beziehung zu Grey nach außen tragen darf.
Christian dominiert Ana von Anfang an. Ana wirkt wie das kleine, unschuldige, schüchterne Mädchen vom Lande. Sie unterschreibt nicht den SM-Vertrag, sondern lässt sich so auf Christian’s sexuelle Neigungen ein, ohne wirklich zu wissen, ob ihr SM gefällt. Christian möchte sie besitzen. Er möchte mit ihr machen, was er will. Etwas Anderes kann er nicht. Einige Sexsklavinnen wohnten bereits in seinem Luxus-Penthouse. Eine richtige romantische Liebesbeziehung hatte er noch nie. An aist die erste Frau, die Christian seiner Familie als Freundin vorstellt.
Ana sehnt sich nach Liebe und einer richtigen Beziehung. Sie ist so naiv und glaubt, diese SM-Spielchen auszuhalten und näher an Christian heranzukommen. Dieser wahrt aber Distanz. Ana hat ihr eigenes Schlafzimmer. Christian: “ Ich schlafe grundsätzlich nicht mit Frauen.“
Langsam wird immer deutlicher, wie psychopathisch der Hauptdarsteller eigentlich ist. Die junge Literaturstudentin Ana lässt sich nur auf ihn ein, weil sie keine Erfahrung mit Männern hat und Gefühle für ihn hat. Die Sadomaso-Szenen in Christian’s Spielzimmer sind nicht erotisch. Wenn die Kinofans alleine wegen diesen Teils in den Film gehen, werden sie nur enttäuscht. Die Hauptdarstellerin steht nicht auf SM. Eigentlich stellt der Film nur dar, wie ein Mann Freude daran hat, eine Frau körperlich zu misshandeln. Mit SM hat das nichts zu tun. Christian hat keine Empathie für Ana.
Es ist schade, dass in diesem Film die Frau als hilfloses Opfer dargestellt wird, das sich auch noch gerne verprügeln lässt. Man hätte ja auch den Mann als unterwürfiges Opfer darstellen können. Mich stört an diesem Film, was für ein Frauenbild transportiert wird. Das kleine naive Dummchen, was alles mit sich machen lässt. Und warum der Christian Grey so ein Psychopath geworden ist, darauf wird auch fast nicht eingangen. Kurz wird nur erwähnt, dass er als Teenager selber als Sex-Sklave missbraucht wurde von einer älteren Frau. Ich habe nur gedacht: “ Junge, geh mal zum Therapeuten. Anastasia hätte von Anfang an die Finger von diesem Typen lassen sollen.“ Und ich frage mich, warum es noch einen zweiten Teil zu diesem Film geben muss.

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Abendstille in der Schreibstube

Es ist schon spät in meiner Arbeitsstube. Gleich mache ich die Kerzen aus und gehe in meine Kammer zum Schlafen. Zum Plumpsklo da draußen in der kalten Nacht zieht es mich nicht mehr.

Abendstille in der Schreibstube
Bild von kconnors über morguefile.com

Ein weiterer Abend in der Schreibstube. Auf dem Blatt Papier mit Füller schreibt kaum noch jemand. Wir sitzten alle vor dem Computer und auch nicht mehr vor der Schreibmaschine. Ich habe in meinem Studium meine ersten Referate noch auf der Schreibmaschine getippt. Wahnsinn, was sich in den letzten 20 Jahren alles so getan hat. Ich kenne noch die Zeit vor Google. Irgendwie ist es schön, dass ich noch eine Zeit ohne Handy und Computer kennengelernt habe. Wie sie jetzt alle auf ihr Handy starren in der Stadt. Ich denke immer, pass auf, gleich fällst Du in ein Loch. Und in den Ohren sitzen natürlich noch die Ohrstöpsel. Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen. Angeblich resultieren Nackenschmerzen schon daher, dass alle immer mit dem Kopf nach unten auf ihr Handy starren. Wer weiß, vielleicht mutieren unsere Finger und Daumen auch irgendwann in die Richtung „handykompatibel.“

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Musik und ihr Einfluss | Inspiration und Lebensfreude

Ich sollte wieder mehr Musik hören. Seitdem ich Mutter bin, höre ich kaum noch Musik. Dabei waren mir vorher Musik und Tanzen so wichtig und haben mir so viel Spaß gemacht. Komisch, wie man sich dann so verändert, so bald man ein Kind hat.
Musik inspiriert, aber nicht die, die immer im Radio rauf und runtergedudelt wird.
Die bayrischen Radiosender spielen eh recht einfaltslose Musik. Immer die Charts rauf und runter, und dann noch so alte „Rock-Klassiker“, die ich für ziemlich „out“ halte. Unter peppiger Musik verstehe ich etwas Anderes. Bayern hängt den Traditionen zu sehr hinterher. Ich vermisse hier den Sinn für das Neue. Dank meines Internetradios zu Hause höre ich meistens Radio Eins vom RBB.

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